Abstimmung Brandenburg wird nicht Preußen
Potsdam - Für Brandenburgs Landtagsabgeordnete nahte am Mittwoch schon der Feierabend, als es im Hohen Haus plötzlich noch einmal hoch herging, meldete am Mittwochabend überraschend die Deutschen Presseagentur. Auslöser war ein Antrag der rechtsextremen DVU-Fraktion, ein gemeinsames Land Berlin-Brandenburg nach der Fusion "Preußen" zu taufen. Mit erhobener Stimme beschwor der DVU-Abgeordnete Sigmar-Peter Schuldt die glorreiche Tradition des untergegangenen Staates - Gejohle und pausenlose Zwischenrufe waren die Quittung. Bei namentlicher Abstimmung fiel der Antrag mit 5 zu 59 Stimmen durch.
Die Debatte über einen möglichen Rückgriff auf den Namen Preußen ist in den letzten Wochen wie aus dem Nichts entstanden, ausgelöst durch einen Vorschlag von Brandenburgs Sozialminister Alwin Ziel (SPD). Aber nur publizistisch schlug der Gedanke Wellen. Laut Umfragen ist die Idee, zurück statt nach vorne zu schauen, ohne jeden Rückhalt in der Bevölkerung Brandenburgs oder Berlins.