Absturz in Hamburg: Wasserflugzeug hatte Motorschaden - DER SPIEGEL
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Absturz in Hamburg Wasserflugzeug hatte Motorschaden

Nach dem tragischen Flugzeugunglück in Hamburg deutet alles darauf hin, dass der Motor der Maschine versagt hatte. Unterdessen stabilisierte sich der Zustand des einzigen Überlebenden.
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Hamburg - "Es gibt mehrere Hinweise, dass mit dem Triebwerk des Wasserflugzeugs etwas nicht in Ordnung war", sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Das Wrack werde in einer Halle nahe der Unfallstelle untersucht. Ob es bereits während des Fluges an Bord gebrannt hat, sei noch unklar.

Die Untersuchungen liefen noch, fügte der BFU-Sprecher hinzu. Die Polizei in Hamburg hatte mitgeteilt, dass möglicherweise während des Fluges ein Feuer an Bord der Maschine ausgebrochen sei und das Triebwerk keine Leistung mehr gebracht habe.

Der "Bild"-Zeitung zufolge steht nach ersten Ermittlungen fest, dass sich der Propeller nicht mehr drehte, als die Maschine aufschlug. Das zeigten die Schäden an der Maschine. Außerdem belegten die Spuren an der Absturzstelle, dass der rechte Flügel zuerst Kontakt mit dem Boden hatte. Erst danach sei das Flugzeug mit den Schwimmern gegen den Waggon geschleudert.

Das Wasserflugzeug der Firma "Himmelsschreiber" war am Sonntag während eines Rundflugs abgestürzt und ausgebrannt. Fünf Menschen kamen ums Leben, darunter ein zwölfjähriger Junge, der den Flug zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte und der Pilot.

Der Vater des Jungen überlebte als einziger. Er liegt schwerverletzt im Krankenhaus. "Sein Zustand hat sich stabilisiert", sagte eine Sprecherin des Unfallkrankenhauses Boberg.

Kurz vor dem Absturz habe ein anderer Pilot, der über dem Hamburger Hafen flog, den Kapitän der Unglücksmaschine angefunkt. "Er hat mich gegrüßt", zitiert die "Bild"-Zeitung den Zeugen. Den letzten Funkkontakt hatte dem Blatt zufolge der Flughafen-Tower: "Ich habe sie gar nicht auf dem Radar."

aki/reuters/dpa/AP