Achterbahn-Dauerfahrt: Loopings im Tiefschlaf - DER SPIEGEL
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Achterbahn-Dauerfahrt Loopings im Tiefschlaf

Richard Rodriguez hat seinen eigenen, ziemlich verrückten Weltrekord gebrochen: den im Achterbahn-Dauerfahren. Seit 48 Tagen saust er in einem pfälzischen Freizeitpark durch die Loopings. Auch für die Ärzte ist der 43-Jährige ein Phänomen: Trotz der wilden Fahrt fällt der Amerikaner jede Nacht in Tiefschlaf.
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Haßloch - Der Englisch-Dozent aus Chicago brach jetzt seinen zuvor aufgestellten Rekord von 147 Stunden Achterbahn-Fahren. Aufhören will er aber erst am 28. August, nach vollen sieben Wochen. Bislang sind noch zwei Japaner mit einer 35,5-stündigen Dauerfahrt im Guinness Buch der Rekorde eingetragen. Dass Rodriguez die beiden nun vom ersten Platz verdrängen wird, sei jedoch so gut wie sicher, sagte ein Sprecher des Freizeitparks.

Nach den "Guinness"-Regeln darf der Wettbewerber nur alle acht Stunden 15 Minuten Pause machen. Rodriguez hatte deshalb auch in der Achterbahn geschlafen. Zu wissenschaftlichen Zwecken ließ er sich von Ärzten und Wissenschaftlern der Deutschen Venenliga und der Mannheimer Universitätskliniken untersuchen. Die Mannheimer Ärzte fanden heraus, dass er während der nächtlichen Fahrt trotz Loopings in Tiefschlaf fällt.

Für die Rekordfahrt wurden in die Achterbahnwagen sogar eine Toilette und weiche Polster eingebaut. Im vergangenen Jahr war ein Rekordversuch des Amerikaners zunächst fehlgeschlagen. Damals fuhr er 104 Tage Achterbahn, jeweils zehn Stunden am Tag. Die Rekordfahrt des "König der Achterbahn" wurde vom Guinness-Buch-der Rekorde allerdings nicht anerkannt. Mit der Aktion will der Amerikaner auch Spenden für das Unesco-Hilfsprogramm "Bildung für Kinder in Not" sammeln.