Aderlass Entwarnung am Pinatubo
Manila - Ingenieure hatten einen Kanal geöffnet, um den Wasserpegel abzusenken. Knapp 40.000 Bewohner aus Ortschaften am Fuß des Berges mussten zuvor wegen möglicher Schlammlawinen ihre Häuser räumen.
Durch starke Regenfälle in den vergangenen Monaten war der Wasserpegel dem Kraterrand des Pinatubo gefährlich nahe gekommen. Dadurch drohten Dörfer an den Abhängen überflutet zu werden. Es sollten 24 der rund 210 Millionen Kubikmeter Wasser abgeleitet werden. Dafür war ein Stück der Kraterwand herausgebrochen worden.
Der 1445 Meter hohe Pinatubo nahe der Hauptstadt Manila war im Juni 1991 in einer der gewaltigsten Eruptionen des 20. Jahrhunderts ausgebrochen und hatte fast 900 Menschen in den Tod gerissen. Der Kratersee hatte sich seit dem Ausbruch angestaut. Seither war der Pegel jedes Jahr um bis zu zehn Meter gestiegen.