Adoption auf Chinesisch Hündin zieht Pandababys auf
Peking - Die überraschende Geburt zweier Kleiner Pandas, auch Rote Pandas oder Katzenbären genannt, im Zoo von Taiyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi hat bei Besuchern und Tierpflegern große Freude ausgelöst. Doch die Mutter verstieß die Babys - und es musste dringend eine Ersatzmutter her. Die Wahl fiel auf die Hündin eines Bauern, die gerade selbst Nachwuchs bekommen hatte, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.
Nun säugt die Hündin die Pandas. Das ist eine gängige Praxis in China. "Die beiden Babys scheinen sie zu lieben", sagte der Tierpfleger Ha Guojiang. Seit ihrer Geburt am 25. Juni hätten die Zöglinge ihre Körperlänge auf 20 Zentimeter verdoppelt und deutlich an Gewicht zugelegt: "Sie fangen an, sich ein bisschen zu bewegen, haben aber ihre Augen noch nicht geöffnet."
Den Preis dafür zahlt ein anderer: Die Hündin hat ihren eigenen Nachwuchs verstoßen. "Sie denkt, dass die beiden Pandas ihre eigenen Jungen sind und weigert sich deshalb, sich um den Welpen zu kümmern", sagte der Tierpfleger. Er zieht das Hundebaby nun mit der Hand auf.
Kleine Pandas leben vor allem im Süden Chinas und sind wie die bekannten schwarz-weißen Großen Pandas vom Aussterben bedroht. In freier Wildbahn gibt es vermutlich keine 2500 Tiere mehr.