Ärzte "Atombusen" ist nicht tödlich
Mit ihrem Brustumfang von 1,30 Meter ging Lolo Ferrari ins Guinness-Buch der Rekorde ein. Auch wenn die Französin wegen des Übergewichts ihrer Brüste angeblich nur noch ganz kurze Strecken zu Fuß zurücklegen konnte, glauben Fachärzte für plastische Chirurgie nicht, dass die Implantate mit dem Tod etwas zu tun haben könnten.
Klaus Exner, Chirurg am Sankt-Markus-Krankenhaus in Frankfurt am Main, sagte, dass Silikon selbst in Mengen von vermutlich zwei bis drei Litern pro Brust, wie bei Ferrari, keine tödlichen Schäden anrichten kann. Die schlimmste denkbare Komplikation sei eine Ansiedlung von Bakterien auf den Plastikteilen. Bei einem geschwächten Organismus könne das im Extremfall zu einem explosionsartigen Bakterienwachstum und damit zum Tod führen. Todesfälle allein auf Grund von Implantaten seien ihm nicht bekannt.
Möglich sei auch, dass die Implantate platzen und die Flüssigkeit (Gel oder Kochsalzlösung) in den Körper dringt. Auch das sei aber nicht tödlich, versicherte Exner. Andere Risiken der Brustvergrößerung wie Begünstigung von rheumatischen Erkrankungen und allergische Reaktionen wurden nach Exners Angaben nie nachgewiesen.
Auch der Chirurg Hermann Lampe aus Frankfurt versicherte: "An Brustimplantaten stirbt man nicht - nicht einmal wenn sie platzen." Er räumte allerdings ein, dass Lolos "Atombusen", den sie wie einen Rucksack vor sich hertrug, wohl "nicht gesund" gewesen sei.
Barbara Spitzer