Äthiopien: 16.000 Menschen aus Fluten gerettet - DER SPIEGEL
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Äthiopien 16.000 Menschen aus Fluten gerettet

Gleich zwei Flüsse sind in Äthiopien in den vergangenen Tagen über die Ufer getreten und haben zahlreiche Dörfer überschwemmt. Mehr als 900 Menschen starben, 16.000 Menschen konnten die Behörden in Sicherheit bringen. Aber die Gefahr ist noch nicht vorüber.
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Addis Abeba - "Die äthiopische Regierung hat es manchmal schwer, die Menschen aus den Fluten zu holen", sagte eine Mitarbeiterin der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen". Es sei beispielsweise schwierig, Hirten dazu zu überreden, sich von ihren Herden zu trennen. Die Behörden warnten davor, dass die Flusspegel weiter ansteigen würden. Mehrere zehntausend Menschen würden angesichts der Katastrophe noch auf Hilfe warten.

Der Fluss Omo, rund 1200 Kilometer von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt, war vor rund einer Woche über die Ufer getreten und hatte ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Am vergangenen Donnerstag folgte dann der Fluss Awash rund 300 Kilometer östlich der Hauptstadt. Die Zahl der bei der Katastrophe getöteten Menschen könnte den Befürchtungen der Behörden zufolge weiter steigen. Schlechtes Wetter und schwierig zugängliche Gegenden erschwerten die Rettungsarbeiten.

In tiefer gelegenen Regionen des nordostafrikanischen Landes kommt es von Juni bis August häufiger zu Überschwemmungen. Grund sind anhaltende Regenfälle im Hochland. Hilfsorganisationen zufolge steigt die Gefahr von Naturkatastrophen dieser Art durch Überweidung und Abholzung.

fok/Reuters/

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