Ätna-Ausbruch Wanderer durch Lavabrocken verletzt
Catania - Der 40 Jahre alte Bergwanderer habe zu einer Gruppe gehört, die sich der Öffnung in 2100 Metern Höhe genähert habe, berichtete das Fernsehen in Rom. Plötzlich habe es eine Explosion gegeben; der Mann sei von Gesteinsbrocken getroffen zu Boden gestürzt und habe sich am Rückgrat verletzt. Ein Arzt aus der Gruppe räumte ein, dass die Vorsichtsmaßnahmen grob verletzt worden seien. "Wir haben uns von der Neugier leiten lassen, obwohl wir wussten, dass ein Unfall möglich ist."
Am Ätna herrscht Krisenstimmung. Vulkanologen schließen eine größere Eruption nicht mehr aus. "Aber die Situation ist unter Kontrolle", meinte ein Sprecher. Unterdessen strömt weiter rot glühende Lava aus einer Öffnung in 2100 Metern Höhe aus. Der Strom habe die Höhe von 1600 Metern erreicht, fließe aber sehr langsam. Aus einer weiteren neuen Öffnung trete ebenfalls Lava aus.
Der gut 3300 Meter hohe Vulkan wird rund um die Uhr überwacht. Vor einer Woche begann eine Serie von Eruptionen begleitet von Erdstößen. In der vergangenen Nacht seien jedoch keine weiteren Beben registriert worden, sagte ein Vulkanologe.