Aimee Lou Wood: Wie die »The White Lotus«-Schauspielerin lernte, ihre Zähne zu zeigen - DER SPIEGEL
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»White Lotus«-Schauspielerin Wie Aimee Lou Wood lernte, Zähne zu zeigen

Zu Aimee Lou Woods Markenzeichen gehören ihr Manchester-Akzent – und ihre großen Schneidezähne. Inzwischen fühlt sich die Schauspielerin damit rebellisch, wie sie sagt. Früher sah das anders aus.
Aimee Lou Wood bei der Weltpremiere der dritten Staffel von »The White Lotus«
Aimee Lou Wood bei der Weltpremiere der dritten Staffel von »The White Lotus«

Aimee Lou Wood bei der Weltpremiere der dritten Staffel von »The White Lotus«

Foto: FilmMagic / Getty Images / Jeff Kravitz

Sie ist definitiv einer der lustigsten Charaktere in der neuen Staffel der HBO-Serie »White Lotus«: Chelsea ist eine Frohnatur aus Manchester, ihr sonniges Gemüt strahlt besonders deutlich im Kontrast zu ihrem mürrischen, älteren Freund. Gespielt wird Chelsea von der 30 Jahre alten Britin Aimee Lou Wood. Die war zuvor vor allem durch die Netflixserie »Sex Education«  aus Großbritannien bekannt.

Nun also »White Lotus«  – und damit eine extrem populäre US-Serie. Zu Beginn der Dreharbeiten sei sie eingeschüchtert gewesen, mit fast ausschließlich amerikanischen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, sagte Wood kürzlich dem »Hollywood Reporter« . »Diese Leute wohnen in Hollywood. Ich wohne in meiner kleinen Wohnung im Südosten Londons.« Außerdem, so Wood, sei sie »in meiner Sensibilität so britisch, dass ich nicht sicher war, wie ich mit so vielen Leuten umgehen sollte, die so selbstbewusst sind«.

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»Es sind die Zähne«

Schon in früheren Interviews hatte Wood darüber gesprochen, dass sie selbst nie als Amerikanerin durchgehen könnte. Sie könne zwar einen US-Akzent imitieren. Aber ihr Markenzeichen verrate sie dann doch: Wood hat zwei sehr große Schneidezähne. »Es sind die Zähne«, sagte sie vor Kurzem im Gespräch mit »On Demand Entertainment« . »Kein Amerikaner hat meine Zähne. Sie haben sie einfach nicht.« Wollte sie als Amerikanerin durchgehen, müsste sie Veneers bekommen, so Wood.

Auch gegenüber dem »Hollywood Reporter« kam sie darauf zu sprechen. Während Amerikaner selbstbewusst und selbstsicher seien, mache sie sich immer nur über sich selbst lustig. Selbst die Art und Weise, wie »White Lotus«-Fans über sie und ihre Zähne sprechen würden – dass sie nämlich keine Veneers oder Botox habe – »das fühlt sich ein bisschen rebellisch an«.

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Zu Beginn ihrer Karriere habe ihr ihr Äußeres allerdings zu schaffen gemacht, wie Wood in früheren Interviews sagte. Dass sie für einige Rollen nicht »konventionell genug« aussehe, sei eine »mentale Hürde« gewesen, die sie überwinden musste, sagte sie gegenüber »Stylist«  im Jahr 2020. Bei Vorsprechen für Theaterrollen sei sie immer zuversichtlich gewesen. Aber wenn sie eine Zusage für eine TV-Serie bekam, sei sie geschockt gewesen. So war es auch, als sie für »Sex Education« im Gespräch war. Da habe sie erst mal gedacht: »Was habe ich denn bei Netflix gesehen? Jeder hat perfekte Hollywood-Zähne.«

Als sie die Rolle der Aimee dann bekam, habe sie Hunderte Nachrichten von Fans erhalten. Eine davon lautete laut Wood: »Jetzt gehe ich zur Schule und die Leute denken, ich bin cool, weil ich wie Aimee aussehe« – anstatt als »Bugs Bunny« bezeichnet zu werden.

Für die Dreharbeiten zu »White Lotus« war Wood sieben Monate lang in Thailand. Inzwischen ist sie wieder zurück. Vor zwei Tagen veröffentlichte sie auf ihrem Instagramaccount ein Video , in dem sie sich beim Schminken filmt.

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Als sie aufgewachsen sei, sei sie ständig auf ihren Mund angesprochen worden, »es war das, was mich von anderen unterschieden hat«. Sie habe im Fernsehen nie eine Schauspielerin gesehen, die Zähne wie ihre hatte. Für sie sei es ein großer Moment gewesen, als Georgia May Jagger 2009 das Gesicht der Kosmetikmarke Rimmel wurde – die Tochter von Mick Jagger hat eine große Zahnlücke, die zu ihrem Markenzeichen wurde. »Da dachte ich mir«, so Wood, »ich trage roten Lippenstift auf und werde es betonen.«

Jagger kommentierte das Video von Wood mit den Worten: »Deine Zähne sind wunderschön.«

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Aimee Lou Wood habe im Jahr 2000 gegenüber »Stylist« gesagt, dass sie für einige Rollen nicht »konventionell genug« aussehe und dass das eine »mentale Hürde« gewesen sei, die sie überwinden musste. Das Interview stammt aus dem Jahr 2020. Wir haben die Stelle korrigiert.

aar