Airbus-Absturz: Bringt der Voice-Recorder Klarheit? - DER SPIEGEL
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Airbus-Absturz Bringt der Voice-Recorder Klarheit?

Noch immer ist die Ursache des Absturzes der Airbus-Maschine vor der Küste Bahreins unklar. Aufschluss bringt möglicherweise der Voice-Recorder, der im Persischen Golf gefunden wurde. Alle 135 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder der Gulf-Air-Maschine sind tot, ihre Leichen bereits geborgen.
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Manama - Vor dem Voice-Recorder war auch der Flugschreiber von Flug GF 072 gefunden worden. Die geborgenen Leichen seien für eine Trauerfeier zum Flughafen gebracht worden, teilte die Regierung Bahreins mit. Unter den Opfern sind nach Berichten des britischen Senders BBC auch 36 Kinder.

Die Ursache des Absturzes der Maschine der Fluggesellschaft Gulf Air ist nach wie vor unklar. Der Flugschreiber war schon am frühen Morgen gefunden worden. Der Voice-Recorder, der alle Gespräche im Cockpit aufzeichnet, wurde wenige Stunden später aus dem Meer geholt, das an der Absturzstelle nicht tief ist.

Nach Angaben von Gulf Air verfügte der Pilot über eine 21-jährige Erfahrung. Die Crew habe vor dem Absturz keinerlei Hinweise auf eine Notsituation gegeben, teilte die Luftfahrtbehörde Bahreins mit. Das Flugzeug kam aus Kairo und habe zweimal versucht, in der bahreinischen Hauptstadt Manama zu landen. Beim dritten Landesversuch sei es fünf Kilometer vom Flughafen entfernt ins Meer gestürzt.

Der Flugzeughersteller Airbus Industries schickte noch in der Nacht eine Gruppe von Spezialisten nach Bahrein, die bei der Suche nach der Unglücksursache helfen sollen. "Bislang haben wir keinerlei Informationen über die mögliche Unfallursache, und es wäre auch verfrüht, darüber zu spekulieren", erklärte Airbus Industries.

Das abgestürzte Flugzeug war den Angaben zufolge im September 1994 an Gulf Air geliefert worden und hatte knapp 17.200 Flugstunden hinter sich. Weltweit hatten Ende Juli dieses Jahres 82 Fluggesellschaften insgesamt 840 Maschinen der A 320-Familie im Einsatz.

Die meisten Passagiere von Flug GF 072 kamen aus Ägypten und Bahrein. Gulf Air stellte den Angehörigen der ägyptischen Opfer eine Sondermaschine zur Verfügung, um sie von Kairo nach Bahrein zu bringen.