Airbus: Absturz vor der Küste von Bahrain - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Airbus Absturz vor der Küste von Bahrain

Ein Airbus A320 der Fluglinie Gulf Air ist auf einem Flug von dem Golfstaat Bahrain nach Kairo ins Meer gestürzt. An Bord sollen 143 Menschen gewesen sein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Manama - Bislang gibt es noch kaum Informationen über das Unglück. Beamte des Informationsministeriums in Bahrain gaben am Mittwochabend lediglich den Absturz bekannt. Nach einem Bericht des Fernsehens in Bahrain stürzte das Flugzeug wegen eines Feuers in einem seiner Triebwerke kurz nach dem Start vor der Küste ins Meer. Wie viele Menschen sich an Bord des Flugs GF072 befanden, ist offiziell bislang nicht bekannt. Verschiedene TV-Sender berichteten allerdings von bis 143 Menschen an Bord. Der Airbus A320 ist bei Gulf Air für 129 Passagiere ausgelegt.

Eine Bergungsaktion sei angelaufen, berichtete das Fernsehen von Bahrain, doch sei zunächst nur das Wrack des Flugzeugs rund fünf Kilometer nördlich der Küste gefunden worden. Von möglichen Überlebenden wurde nichts gesagt. In der Hauptstadt Manama fuhren zahlreiche Krankenwagen Richtung Flughafen. Auch Hubschrauber flogen in diese Richtung. Weinende Angehörige von Passagieren des Flugs bedrängten Polizisten, die den Flughafen abriegelten. Niemand wurde ins Terminal vorgelassen.

Gulf Air ist im Besitz von Bahrain, den Golfstaaten Oman und Katar sowie von Abu Dhabi, dem größten von sieben Scheichtümern der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Linie fliegt 53 internationale Ziele an. Gegründet wurde die Gesellschaft als Gulf Aviation im Jahre 1950. Der Airbus A320 ist seit 1993 bei Gulf im Einsatz. Die Insel Bahrain liegt im Golf vor Katar.