Alan Arkin, 89 – Nachruf - DER SPIEGEL
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Gestorben Alan Arkin, 89

• aus DER SPIEGEL 28/2023
Foto: Gabe Ginsberg / WireImage / Getty Images

Als der Schauspieler 2007 für die Darstellung eines bärbeißigen Großvaters in der Komödie »Little Miss Sunshine« einen Oscar erhielt, war dies nicht nur eine Auszeichnung für seine großartige Leistung in diesem Film, sondern für sein Lebenswerk. Im Laufe seiner Karriere, die in den Fünfzigerjahren begann, wurde Alan Arkin in den USA immer wieder für die wichtigsten Film-, Fernseh- und Theaterpreise nominiert. Sein außergewöhnliches komö­diantisches Talent zeigte er in der Politfarce »Die Russen kommen! Die Russen kommen!« (1966). Er konnte aber auch abgrundtief böse wirken wie in dem Thriller »Warte, bis es dunkel ist« (1967), in dem er die von Audrey Hepburn gespielte Heldin terrorisiert. Wann immer er in einem Film auftauchte, durfte man sich freuen, denn man konnte sich darauf verlassen, dass es mit ihm gewiss nicht schlechter werden würde. Nach der populären Kriegs­satire »Catch 22 – Der böse Trick« (1970), in der er die Hauptrolle eines Bomberpiloten spielte, hätte man ihm zu­getraut, einer der Stars der New-Hollywood-Ära zu werden. Doch der Durchbruch in die erste Riege gelang ihm nicht, vielleicht auch deshalb, weil damalige Topregisseure wie Francis Ford Coppola, Steven Spielberg oder Martin Scorsese eher wenig Bedarf an Komödianten hatten. Arkin war im Fernsehen erfolgreich, für die Rolle eines KZ-­Insassen in dem Drama »Flucht aus Sobibor« (1987) wurde er für einen Golden Globe nominiert. Zuletzt brillierte er in der Serie »The Kominsky Method«. Alan Arkin starb am 29. Juni in Kalifornien.

lob
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