Alanya: Überladenes Ausflugsboot kentert - vier Tote - DER SPIEGEL
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Alanya Überladenes Ausflugsboot kentert - vier Tote

Bei einer Mondscheinfahrt ist vor der türkischen Küste ein Touristenboot gekentert. Das Schiff ging Behördenangaben zufolge unter, weil es völlig überladen war. Mindestens vier Passagiere ertranken - obwohl das Ufer nur 20 Meter entfernt war.
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Alanya - Das Unglück ereignete sich in der vergangenen Nacht vor dem Hafen der südtürkischen Touristenstadt Alanya. Dutzende Menschen, die dem Ertrinken nahe waren, wurden in Krankenhäuser gebracht. Mehrere Stunden nach dem Unglück konnten die Rettungskräfte noch nicht sagen, ob weitere Menschen vermisst werden.

"Das einzige Glück besteht darin, dass sich der Unfall in der Nähe des Hafendamms ereignete", sagte der Verwaltungschef von Alanya, Günhan Sarikaya. "Einige hundert Meter weiter draußen, und wir hätten eine noch größere Katastrophe erlebt."

Die Polizei geht davon aus, dass ausschließlich türkische Touristen unter den Passagieren der Billig-Mondschein-Fahrt für eine türkische Lira (0,63 Euro) waren. Das für 72 Personen zugelassene Schiff war mit mehr als 100 Ausflüglern deutlich überladen. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil weder Fahrscheine ausgegeben noch eine Liste der Fahrgäste geführt wurden. Der Kapitän hat keine Zulassung und war nach dem Unglück zunächst unauffindbar.

Nach Angaben der Behörden sank das Schiff, weil es überladen war. Zunächst hatte es geheißen, das Boot sei auf einen Felsen aufgelaufen. Viele Ausflügler schwammen ans nur 20 Meter entfernte Ufer. Andere wurden von den Besatzungen mehrerer im Hafen liegender Boote aus dem Wasser gezogen.