Alarm im Pazifik Hunderte Eisfischer aufs Meer getrieben
Moskau/Hamburg - Fünf Rettungsboote, zwei Hubschrauber, eine Barkasse und 20 Rettungshelfer waren an der Aktion beteiligt, meldet der TV-Kanal TWZ. Wie der russische Fernsehsender NTW berichtet, konnten alle 312 Fischer gerettet werden.
Ein Vertreter des Ministeriums für Notlagen auf der Pazifikinsel Sachalin betonte, die Angler hätten Warnungen der Behörden missachtet, die seit Winteranfang immer wieder auf die Gefahr von losgelösten Eisschollen aufmerksam machten. In Russland kommt es häufig zu derartigen Vorfällen. Trotz Warnungen der Behörden gehen Eisangler immer wieder auf die Eisflächen hinaus und riskieren dabei, dass sich Schollen vom Festland lösen. Allein ein Hubschraubereinsatz koste die Behörden etwa tausend Dollar, beklagt die Zeitung "Trud" auf ihrer Internetseite.
Zunächst konnten nur rund 30 Fischer an Land gebracht werden, weil die Arbeit der Rettungskräfte durch starken Wind, der das Eis immer weiter auf das Meer hinaustrieb, behindert wurde. Eisfischen, bei dem die Köder durch Löcher im Eis abgelassen werden, ist ein beliebtes Hobby in Russland.