Algerien: Wieder Tote nach schwerem Erdbeben - DER SPIEGEL
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Algerien Wieder Tote nach schwerem Erdbeben

In Algerien ist es erneut zu einem schweren Erdbeben gekommen. Mehr als 200 Menschen seien verletzt und drei vermutlich getötet worden. Nach ersten Informationen sollen die Erschütterungen eine Stärke von 5,8 auf der Richterskala erreicht haben.
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Hamburg - Wie staatliche algerische Medien meldeten, ereignete sich das Beben um 19.11 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Im Osten des Landes und in der Hauptstadt Algier seien Häuser eingestürzt, unter Bewohnern der Region sei Panik ausgebrochen.

Die Zahl der Verletzten habe sich am Dienstagabend auf über 200 erhöht. Das meldete der französische Sender "Radio France Internationale" unter Berufung auf das algerische Innenministerium. Drei Menschen seien vermutlich getötet worden. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Semmouri im Verwaltungsbezirk Boumerdès rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt.

Mit einer Stärke von 5,8 auf der Richterskala war das Beben demnach nur wenig schwächer als die Erschütterungen am vergangenen Mittwoch, die einen Wert von 6,2 erreichten und nach offiziellen Angaben über 2200 Menschen töteten. Allerdings befürchtet die Regierung in Algier bis zu 3000 Tote, weit mehr als 1000 Menschen werden noch vermisst.

Die Europäische Kommission kündigte an, die Erdbebenopfer in Algerien mit Hilfsgütern im Wert von einer Million Euro zu unterstützen. Vor allem sollten die 9000 Verletzten medizinische Hilfe erhalten, entschied die Kommission am Dienstag. Zehntausende hätten ihr Obdach verloren. Für sie sollten mit EU-Unterstützung Notunterkünfte und Sanitäreinrichtungen errichtet werden.