Alta-Moda-Tage: Skandalträchtiger Lesbo-Schick - DER SPIEGEL
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Alta-Moda-Tage Skandalträchtiger Lesbo-Schick

Voriges Jahr widmete er seine Kreationen den Heldinnen der Weltgeschichte, diesmal hat Designer Guillermo Mariotto eine sehr viel zeitgemäßere Idee: Bei den heute startenden Alta-Moda-Tagen will er Brautkleider für Homosexuelle präsentieren. Schon wittert Italiens Presse einen Skandal.
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Rom - Letztes Jahr waren Italiens Modeschöpfer fasziniert von den weiblichen Ikonen der Weltgeschichte. Teresa von Avila, Elisabeth I. und Christina von Scheden inspirierten Guillermo Mariotto, Chefdesigner von Gattinoni, zu einer Kollektion. Modemacher Ettore Bilotta orientierte sich an Stil und Habit von Marie Antoinette und der Fürstin von Polignac.

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Alta Moda in Rom: Ewige Stadt, aktueller Chic

Foto: AFP

Mariotto ist bei den heute startenden römischen Alta-Moda-Schauen mit einer ungleich gewagteren Idee vertreten: In seiner neuen Kollektion will er Brautkleider für homosexuelle Paare zeigen. "Lesbo-Schick - Skandal bei Gattitoni", unkte bereits die Zeitung "La Repubblica".

Ansonsten bestimmt eine ausgewogene Mischung aus Altstars (Fausto Sarli, Renato Balestra) und Designer-Jungtalenten (Marco Coretti, Alessandro Consiglio) das Bild. Auch der Brasilianer Francisco Rosas, mittlerweile Stammgast bei der Alta Moda, ist mit von der Partie. Seine Schau, die die Defilees des ersten Tages abschließen soll, ist als Hommage an die italienische Couture der fünfziger Jahre gedacht.

Zwei im Vorfeld stattfindende Schauen sorgten bereits für Furore: Gestern Abend präsentierte der Palästinenser Jamal Taslaq in einem Luxushotel 36 prächtige, von der Königin von Saba inspirierte Entwürfe, der Römer Ettore Bilotta nahm das Meer zum Leitmotiv seines Designs und zeigte in einer Polizeikaserne vor 400 geladenen Gästen seine neuen Entwürfe.

Der Großteil der Defilees wird in einem von Stararchitekt Renzo Piano entworfenen Auditorium vorgeführt; an historischen Orten Roms finden vergleichsweise wenige Schauen statt. Am Dienstag allerdings darf Designerin Raffella Curiel das Rathaus auf dem Kapitolshügel in Beschlag nehmen: als Kulisse für eine Präsentation italienischer Mode des 18. Jahrhunderts.