Altkluge Singles - DER SPIEGEL
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PSYCHOLOGIE Altkluge Singles

• aus DER SPIEGEL 28/2001
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Seit Jahrzehnten warnen Demoskopen und schüren die Angst vor dem Leben allein: Die Welt »versingelt«. Das Single-Dasein fördere Schrulligkeit, Zickentum und sei so sterbenslangweilig, dass es dumm mache. Wer möchte unter diesen Umständen in der leeren Wohnung hocken - womöglich bis ins hohe Alter? Die Horrorvision ist längst überholt, beweist jetzt eine Studie der Harvard University und der University of California - Los Angeles (UCLA). Mehr als sieben Jahre wurden die kognitiven Fähigkeiten von rund 1200 Amerikanerinnen und Amerikanern im Alter von 70 bis 79 Jahren getestet. Überraschende Erkenntnis: Das Alleinleben hält mental fit; es stärkt das Erinnerungs- und Wahrnehmungsvermögen. Vor allem unverheiratete oder verwitwete Frauen sind am Ende ihres Lebens geistig besser drauf als verheiratete. Hauptgrund, vermutet Teresa Seeman, 48, Professorin für Altersheilkunde an der UCLA: Da sich Singles auf keinen Partner stützen können, hätten sie gelernt, ihr Leben selbst zu regeln. Außerdem plage sie keine Sorgen um ihren - meist noch älteren, pflegebedürftigen - Partner, die gebundene Frauen oft selbst krank werden lassen. Fazit: Die Ehe schlägt doch aufs Hirn.

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