"Amen"-Verweigerung: Sekte lässt Kind verhungern - DER SPIEGEL
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"Amen"-Verweigerung Sekte lässt Kind verhungern

In den USA hat eine Sekte ein Kleinkind verhungern lassen, weil es sich vor dem Essen und nach dem Tischgebet weigerte, "Amen" zu sagen. Als der Einjährige tot war, beteten die Anhänger für die Auferstehung des Jungen.
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Washington - Wie amerikanische Medien am Dienstag berichteten, müssen sich drei Mitglieder der Sekte "1 Mind Ministries" vor einem Gericht in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland wegen Mordes an dem kleinen Javon Thompson verantworten.

Der Einjährige hatte die Führerin der Sekte verärgert, weil er das Ende des Tischgebets nicht mitsprechen wollte. Sie habe ihren Gefolgsleuten angeordnet, dem Kind kein Wasser und kein Essen mehr zu geben, sagte ein Anwalt dem TV-Sender ABC News. Zum Zeitpunkt, wann das Kind an Unterernährung und Dehydration starb, gab es widersprüchliche Angaben: Dezember 2006 oder Januar 2007.

Nach Javons Tod hatten die Sektenmitglieder für seine Auferstehung gebetet. Als nichts dergleichen geschah, ließen sie die Leiche in einem Koffer verschwinden und versteckten sie zunächst in einem Gartenschuppen im nahegelegenen Philadelphia.

jjc/dpa