Amerikaner entführt: USA bleiben hart - DER SPIEGEL
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Amerikaner entführt USA bleiben hart

Die Abu-Sayyaf-Rebellen haben erneut gedroht, ihre amerikanische Geisel Jeffrey Schilling zu ermorden. Doch die USA wollen nicht nachgeben: Verhandlungen oder die Zahlung eines Lösegeldes soll es nicht geben.
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Zamboanga - Nachdem die US-Regierung in Washington Zugeständnisse an die Entführer abgelehnt hatte, sagte ein Sprecher der moslemischen Rebellen im Radiosender dxRZ, der Amerikaner werde möglicherweise geköpft. Jeffrey Schilling befindet sich seit Montag in der Hand der Rebellen, die nach der Freilassung des Deutschen Werner Wallert und fünf weiterer Ausländer nun noch acht Geiseln festhalten. Die US-Regierung hat die bedingungslose Freilassung des 24-Jährigen gefordert und jeden Handel mit der Abu Sayyaf ausgeschlossen.

Wallert und die anderen fünf in ihre Heimatländer zurückgekehrten Geiseln waren nach der Vermittlung Libyens freigekommen. Die USA hatten vor der Entführung Schillings erklärt, Libyen werde es nicht gelingen, mit Lösegeldzahlungen an die Abu Sayyaf die Sympathie der USA zu gewinnen. Die USA werfen Libyen vor, den internationalen Terrorismus zu fördern. Das libysche Engagement wird allgemein als Versuch von Staatschef Muammar el-Gaddafi gesehen, das Ansehen seines Landes in der westlichen Welt zu verbessern. Ein Sprecher des US-Außenamts schloss am Mittwoch jedoch aber nicht aus, dass sich Washington um die Vermittlung Libyens bemühen könnte

Trotz der Entführung Schillings hofft Chefvermittler Roberto Aventajado weiterhin auf die zügige Freilassung der seit Monaten festgehaltenen Geiseln, darunter Marc Wallert aus Göttingen. Um dies sicherzustellen, sei am Mittwoch ein Mittelsmann zum Anführer der Kidnapper, Galib Andang alias Commander Robot, entsandt worden, sagte er.

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