Amnestie Kenia begnadigt 195 Todgeweihte
Nairobi - Die Entlassenen hätten teilweise über 20 Jahre hinter Gittern verbracht, erklärte Innenminister Moody Awori gestern Abend in der Hauptstadt. Die neue Regierung von Kenia, die "Nationale Regenbogenkoalition", erfüllt damit das Wahlversprechen, die überfüllten Gefängnisse in dem ostafrikanischen Land zu leeren. Abraham Kamakil, Chef der Gefängnisbehörden, sprach sich für die Abschaffung der Todesstrafe aus.
Die Todesstrafe wurde zum letzten Mal 1987 an Offizieren der Luftwaffe vollstreckt. Sie waren der Beteiligung an einem Putschversuch 1982 gegen den damaligen Präsidenten, Daniel arap Moi, schuldig gesprochen worden.
Auch im Nachbarland Uganda sprechen sich Gefängnismitarbeiter vermehrt für eine Abschaffung der Todesstrafe aus. Eine Kommission sammelt momentan Anregungen in der Bevölkerung für ein überarbeitetes Rechtssystem.