Amoklauf: Erfolgloser Student erschießt Professoren - DER SPIEGEL
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Amoklauf Erfolgloser Student erschießt Professoren

Als ein nigerianischer Austauschstudent an der juristischen Fakultät von Grundy im US-Bundesstaat Virginia seine Prüfungen versiebte, rastete er aus und erschoss drei Menschen.
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Washington - Peter Odighizuwa sollte exmatrikuliert werden, deshalb bat er den Dekan der Appalachian School of Law, Anthony Sutin, um ein Treffen in dessen Büro. Plötzlich zog der 42-Jährige eine halbautomatische Pistole und feuerte auf den früheren Wahlkampfberater von Ex-Präsident Bill Clinton. Danach erschoss der Täter einen weiteren Professor und stürmte die Treppe runter. Als vier Kommilitoninnen versuchten, ihn zu überwältigen, schoss der Amokläufer weiter und tötete eine Frau. Die drei anderen Studentinnen wurden mit Schusswunden in Rücken und Brust in Krankenhäuser eingeliefert. Der Schütze wurde schließlich außer Gefecht gesetzt und von der Polizei festgenommen.

"Es war wie bei einer Exekution", sagte der Arzt und Gerichtsmediziner Jack Briggs im Nachrichtensender CNN. Die beiden Professoren seien von dem Todesschützen buchstäblich hingerichtet worden - aus nächster Nähe habe der Mann auf seine Opfer gezielt, denn auf ihren Hemden seien noch Pulverspuren zu erkennen gewesen.

Schon seit Monaten soll der Todesschütze unter starkem Stress gestanden haben. Briggs sagte, der Amokläufer sei vor sechs oder sieben Monaten sein Patient gewesen und habe sich gegen Stress behandeln lassen. "Ich hatte keine Ahnung, dass es zu so etwas kommen würde. Er war eine tickende Zeitbombe." Seinen Ärger habe der Todesschütze an den Leuten ausgelassen, die seiner Meinung nach für sein Versagen im Studium verantwortlich seien.

US-Justizminister John Ashcroft sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. An der rechtswissenschaftlichen Fakultät in Grundy, die vor fünf Jahren eröffnet wurde, sind rund 170 Studenten eingeschrieben.