Angola: 16 Tote bei Massenpanik - DER SPIEGEL
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Angola 16 Menschen sterben bei Massenpanik in Stadion

Während einer Andacht in einem Sportstadion ist es in Angola zu einer Massenpanik gekommen. Bei dem Unglück kamen mindestens 16 Menschen ums Leben, darunter drei Kinder. Etwa 150.000 Besucher wollten an dem Gottesdienst teilnehmen.
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Luanda - Bei einer Massenpanik in Angola sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Die Opfer, darunter drei Kinder, wurden Polizeiangaben zufolge niedergetrampelt, als sie in der Silvesternacht einen Gottesdienst in einem Stadion der Hauptstadt Luanda besuchten.

Laut einem Bericht der angolanischen Nachrichtenagentur Angop hatten Zehntausende Menschen den Gottesdienst der Pfingstbewegung in dem Stadion besucht. Weil nur zwei der vier Tore geöffnet waren, kam es demnach zu dem tödlichen Gedränge. Mindestens 120 Menschen seien verletzt worden, hieß es.

"Die Polizei, die Feuerwehr, die Rettungskräfte, auch die Kirchenvertreter - wir alle waren von der Anzahl der Leute, die in das Cidadela-Stadion wollten, völlig überrascht", sagte Vize-Polizeichef Paulo Gaspar de Almeida. "Die Zahl übertraf alle Erwartungen." Nach Schätzungen der Polizei wollten 150.000 Menschen in das für 80.000 Zuschauer ausgelegte Stadion. Die Pfingstbewegung zählt laut amtlicher Statistik rund eine Million Mitglieder in Angola.

"Die Leute wollten alle rasch zum Weihwasser an Tor Nummer drei. Es kam zu heftigem Gedrängel und Rempeleien, einige Menschen in der Menge fielen hin und wurden niedergetrampelt, andere erstickten", sagte eine Augenzeugin.

Bei einer Massenpanik in der Elfenbeinküste waren ebenfalls an Silvester 60 Menschen ums Leben gekommen. Auch dort entstand die Panik am Eingang zu einem Stadion. Die Ursache ist noch ungeklärt. Laut Polizei trafen zwei Zuschauerströme nach Ende des Feuerwerks aufeinander und behinderten sich gegenseitig. Einige Zeugen sagten aus, es sei vor einer schlecht gesicherten Baustelle vor dem Stadion zum Gedränge gekommen, viele Opfer seien in die Baugrube gestürzt. Wieder andere berichteten von Unruhestiftern innerhalb der Menge. Die Regierung von Präsident Alassane Ouattara kündigte Untersuchungen an. Es wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

wit/AFP/dapd