Angriff Randale-Storch zerpickt Polizisten-Lippe
Hamburg Orientierungslos war ein Storch im Hamburger Stadtteil Lokstedt hin und her getaumelt und hatte dabei Aufregung bei Fußgängern und Autofahrern verursacht. Die herbeigerufenen Polizeibeamten entschieden schließlich, dass der Vogel den Straßenbetrieb "durch wirres Umherlaufen" gefährde, und beschlossen, den Vogel aus dem Verkehr zu ziehen.
Das Tier wehrte sich jedoch hartnäckig. Ein Beamter wurde beim Versuch, den Storch zu überwältigen, in die Unterlippe gebissen. Wie die Pressestelle der Polizei später mitteilte, hielt sich der Storch "nach ersten Ermittlungen auf Grund der Jahreszeit wahrscheinlich illegal in Deutschland auf". Bei der Festnahme habe der Delinquent "erheblichen Widerstand" geleistet.
Die Beamten setzen jetzt auf deeskalierende Maßnahmen. Gegenüber SPIEGEL ONLINE nahm ein Sprecher des Polizeikreises in Eimsbüttel den Storch trotz seiner offenkundigen Verfehlungen in Schutz: "Der konnte sich einfach nicht mehr entscheiden, in welche Richtung er fliegen sollte." Außerdem habe es bei Polizei-Einsätzen schon schlimmere Verletzungen gegeben. Über mögliche weiterführende Ermittlungen und ein eventuelles Strafmaß für das Tier machte die Polizei jedoch keine Angaben.
David Frogier de Ponlevoy