Angst vor Armut: Berliner brachte seine Frau um - Bewährungsstrafe - DER SPIEGEL
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Angst vor Armut Berliner brachte seine Frau um - Bewährungsstrafe

Ein Leben ohne Luxus, Haushälterin und Nobelkarossen - das konnte sich die Unternehmersgattin aus Berlin nicht vorstellen. Sie bat ihren Mann, sie umzubringen. Der tat das und wurde am Montag dafür verurteilt.
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Berlin - Ein Berliner Amtsgericht verurteilte den 56-jährigen Unternehmer am Montag wegen Tötung auf Verlangen zu 18 Monaten Haft auf Bewährung. Das Paar hatte den Niedergang des gemeinsamen Textilgroßhandels nicht aufhalten können. Forderungen der Bank in Höhe von rund 250.000 Euro standen aus. Ein letzter Versuch, das Geld durch einen Lotto-Einsatz von 20.000 Euro zu bekommen, war misslungen.

Daraufhin ließ sich die 51-jährige Frau von ihrem Mann erdrosseln. Nach der Tat hatte er seiner toten Frau eine Bibel in die Hand gelegt und sich dann ebenfalls töten wollen. Er überlebte jedoch schwer verletzt.

"Es war eine Tragödie", sagte die Richterin. Der Verurteilte bereue seine Tat sehr. Das Gericht betrachtete seine Darstellung als glaubhaft, wonach die Frau aus freiem Willen um ihre Tötung gebeten hätte. Die Tochter seiner Frau hatte im Prozess Zweifel am Freitod ihrer Mutter geäußert.