Anklage: Lebenslang für den "Turnschuhbomber"? - DER SPIEGEL
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Anklage Lebenslang für den "Turnschuhbomber"?

Ein US-Bundesgericht hat Anklage gegen den "Turnschuhbomber" Richard Reid erhoben. Der Brite, der einen Anschlag auf ein Flugzeug versucht hatte, muss mit lebenslanger Haft rechnen.
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Boston - Die Anklageschrift gegen Reid umfasst neun Punkte, darunter versuchter Mord an den 197 Insassen der Maschine, die vor dreieinhalb Wochen auf dem Weg von Paris nach Miami war. Außerdem werden ihm unter anderem der versuchte Einsatz von Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zur al-Qaida-Organisation von Osama Bin Laden vorgeworfen. Reid droht im Falle eines Schuldspruchs eine Verurteilung zu fünfmMal lebenslanger Haft.

Der Brite hatte am 22. Dezember während eines Fluges von Paris nach Miami versucht, einen in seinem Turnschuh versteckten Sprengsatz zu zünden und war dabei von der Flugzeugbesatzung und Passagieren überwältigt worden. Justizminister John Ashcroft betonte, der Vorfall zeige, dass al-Qaida noch immer eine Bedrohung für die USA darstelle. "Wir müssen vorbereitet sein, wir müssen bereit sein, wir müssen wachsam sein", sagte Ashcroft.

Reid trat während einer Gefängnisstrafe zum Islam über. Er betete zeitweilig in der gleichen Londoner Moschee wie Zacarias Moussaoui, der in den USA in Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September angeklagt ist. Die Zeitung "Wall Street Journal" berichtete unter Verweis auf eine in Afghanistan gefundene Datenbank, die Reisen Reids in Europa und im Nahen Osten seien identisch mit denen eines al-Qaida-Mitglieds namens Abdul Ra'uff. Die Ermittler prüfen derzeit angeblich, ob es sich bei beiden um die gleiche Person handelt.