Anklage: Mutter wollte keine Kaiserschnittnarbe - Baby tot - DER SPIEGEL
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Anklage Mutter wollte keine Kaiserschnittnarbe - Baby tot

Was ist schon eine Narbe gegen das Leben eines Kindes? Eine Amerikanerin hat sich so sehr gegen einen Kaiserschnitt gesträubt, dass eins ihrer beiden Zwillingsbabys tot zur Welt kam. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Mordes erhoben.
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Salt Lake City - Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 28-Jährige den Kaiserschnitt nur verweigerte, weil sie aus optischen Gründen keine Narbe wollte. Die Ärzte in Salt Lake City hatten der Schwangeren dringend zum Kaiserschnitt geraten. Die Zwillinge könnten sonst sterben, hatten die Mediziner nach Angaben der Staatsanwaltschaft gewarnt. "Sie verweigerte die Operation und verließ das Krankenhaus", gab ein Arzt der Polizei zu Protokoll. Die werdende Mutter sei zwischen Ende Dezember und Anfang Januar dann von Krankenhaus zu Krankenhaus gegangen, um dem Kaiserschnitt zu entgehen. Nachdem die Ärzte in der dritten Klinik feststellten, dass eins der beiden Kinder nicht mehr am Leben war, ging die Frau einfach nach Hause.

Die Obduktion ergab, dass das Baby zwei Tage vor der Geburt am 13. Januar gestorben war und mit Hilfe eines Kaiserschnitts überlebt hätte. Eine Krankenschwester berichtete der Polizei, die Frau habe sich gegen die Operation gewehrt und gesagt, ein Kaiserschnitt würde ihr Leben ruinieren. Sie würde lieber eins der Babys verlieren, als sich aufschneiden zu lassen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Kent Morgan, sagte, es seien keine anderen, sondern ausschließlich kosmetische Gründe für die Entscheidung der Mutter erkennbar.

Der Mutter droht eine lebenslange Haftstrafe. Die Mindeststrafe im Fall einer Verurteilung liegt bei fünf Jahren Haft.