Antarktis: Klimawandel gefährdet Königspinguine - DER SPIEGEL
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Die Pinguine in der Antarktis sind wegen des Klimawandels vom Aussterben bedroht

Der "Stranger Things"-Sheriff will nun dagegen antanzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 27.02.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Die Königspinguine gehören zur Antarktis wie das ewige Eis. Nach den Kaiserpinguinen sind sie am Südpol die größte Art, Millionen der schwarz-weiß befrackten Tiere leben dort. 

Doch nun sind die Königspinguine vom Aussterben bedroht – unter anderem wegen des Klimawandels.

Forscher haben in einer Studie für das Journal of Climate Change  untersucht, wie sich die schleichende Erderwärmung auf die Tiere auswirkt. Das Ergebnis: Schon eine Erhöhung der Wassertemperatur um nur 0,25 Grad Celsius reduziert die Überlebenschancen der Königspinguine um neun Prozent.

In der Folge könnten durch den Klimawandel bald 70 Prozent der Königspinguine völlig verschwinden.

Auch andere Arten wie die Adelie-Pinguine sind betroffen. Die französische Forscherin Céline Le Bohec sagt: 

"Wenn nichts gegen die Erderwärmung getan wird und gegen die gegenwärtige Geschwindigkeit des vom Menschen verursachten Klimawandels, dann wird diese Spezies wohl schon bald verschwinden."

Deshalb warnt nun sogar der "Stranger Things"-Sheriff David Harbour vor dem Artensterben in der Antarktis. Und damit es auch jemand merkt, tanzt er:

Harbour hat mit Greenpeace die Antarktis besucht. Durch das Tanzvideo will er auf die Lage der Pinguine aufmerksam machen.

Wie genau bedroht der Klimawandel die Königspinguine?

In der Studie haben die Forscher zwischen 1997 und 2006 die Brutplätze und das Verhalten der Tiere untersucht. So konnten sie sehen, wie sich das Wetter über Generationen hinweg auswirkt.

  • Wird das Wasser wärmer, gibt es weniger Krill, von dem sich Fische ernähren. Deshalb fehlt es auch den Pinguinen an Nahrung.
  • Durch wärmeres Wetter kommt es auch häufiger zu Regen statt Schneefall. Besonders Babypinguine können sich nicht schützen, ihr Fell saugt sich voll Wasser – dann erfrieren sie.

Die Erwärmung des Wassers führen die Forscher auf El Niño zurück, eine Meeresströmung in Südamerika. Die ist zwar nicht vom Menschen verursacht, aber Klimaforscher gehen mittlerweile davon aus, dass die Abgase der Menschheit El Niño verstärken.

"Sheriff" David Harbour hofft nun auf ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.