Anthraxverdacht: Elf Postämter in Washington geschlossen - DER SPIEGEL
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Anthraxverdacht Elf Postämter in Washington geschlossen

Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, beschwichtigt ein Sprecher der US-Post. Zuvor hat das Unternehmen wegen Anthraxverdachts elf Postämter im Großraum Washington geschlossen - darunter auch ihre Außenstelle für Briefe an Behörden und Regierungsstellen.
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Washington - Dem Postsprecher zufolge wurden bei einer routinemäßigen Überprüfung der Luft in einer automatischen Sortieranlage der Marine am Mittwoch "kleine Mengen biologischer Pathogene festgestellt. Möglicherweise soll es sich dabei um Anthrax handeln. In dieser Sortieranlage wird Post aus Regierungsstellen bearbeitet, auch aus den anderen zehn Postämtern wurden dort Briefe eingeliefert.

Ein Marinesprecher erklärte, eine von acht Luftproben sei positiv auf Anthrax getestet worden. Weitere Tests würden folgen. In der Probe seien 138 Sporen gezählt worden. Für eine Infektion müsse ein Mensch aber 8000 bis 10.000 Sporen einatmen. Eine Sprecherin des Ministeriums für Heimatsicherheit sagte, niemand sei erkrankt. In der Anlage arbeiten nur wenige Beschäftigte, sie tragen Schutzkleidung. Alle für den Kongress und Bundesbehörden bestimmte Post wird bestrahlt, bevor sie ausgeliefert wird.

Im Herbst 2001 waren nach den Terroranschlägen vom 11. September mehrere Briefe mit Milzbranderregern an Adressaten in Florida, New York und Washington verschickt worden. Fünf Menschen starben an Lungenmilzbrand, zahlreiche weitere erkrankten an der harmloseren Form von Hautmilzbrand.