Anti-Terror-Übung Rom simuliert den Ernstfall
Rom - Die großangelegte Anti-Terror-Übung brachte den Verkehr in der italienischen Hauptstadt stundenlang zum Erliegen. Sie begann am Vormittag bei strömendem Regen mit einem simulierten Selbstmordattentat vor dem Kolosseum, einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Wenige Minuten später explodierte eine "Bombe" in einem Zug am U-Bahnhof Repubblica. Kurz darauf wurde ein "Attentat" auf einen Bus verübt, der sich auf dem Weg zum Petersplatz befand.
Anschlagsserie: Der simulierte Ausnahmezustand
Die simulierte Bilanz: fünf Tote und 37 Verletzte. Nach den Anschlägen waren die Sicherheitskräfte innerhalb weniger Minuten vor Ort. Behördenvertreter zeigten sich insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Manövers, sahen jedoch auch Verbesserungsbedarf.
Auf der Piazza Navona, dem Ort des dritten simulierten Anschlags, versammelten sich Dutzende Pazifisten und forderten den Abzug der italienischen Truppen aus dem Irak. Die Demonstranten warfen Rauchbomben und verzögerten damit den Fortgang der Übung.
Italien beteiligt sich mit rund 3000 Soldaten am Irak-Einsatz. Bereits mehrmals drohte das Terrornetzwerk al-Qaida dem Land mit Anschlägen, sollten die Truppen nicht abgezogen werden.
Vor allem seit den Anschlägen in London im Juli wächst die Angst in Italien, ein ähnliches Blutbad könnte sich auch in einer Metropole des südeuropäischen Landes ereignen. Vor zehn Tagen hatte in Mailand eine ähnliche Übung stattgefunden.