Anton Hofreiter: Tulpen und Schwertlilien - DER SPIEGEL
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Anton Hofreiter Tulpen und Schwertlilien

• aus DER SPIEGEL 28/2023
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Konstanze Schäfer / Galerie pavlov’s dog

Dass der Grünenpolitiker Anton Hofreiter, 53, gern farbenfrohe Blumenbilder malt, wissen womöglich nicht so viele Menschen. Noch nicht. Bald werden seine Werke in der Düsseldorfer Kunsthalle NRW-Forum zu sehen sein. Der künstlerische Direktor Alain Bieber ließ sich von Hofreiter im Vorfeld der Ausstellung einige Fragen beantworten. Heraus kam dies: Ihn inspirierten, sagte der Politiker, die unglaublich kräftigen Farben der Tropen »und noch mal mehr das Licht in tropischen Hochgebirgen«. Er bewundere Maler wie Picasso und Rembrandt, finde van Gogh und Monet großartig. »Aber insbesondere galt mein Interesse immer der botanischen Malerin Maria Sibylla Merian.« Die gebürtige Frankfurterin setzte mit ihren Darstellungen Maßstäbe für die Wissenschaft, sie reiste im 17. Jahrhundert bis nach Surinam, um Pflanzen und Insekten zu studieren, ihr besonderes Interesse galt Schmetterlingen und deren Metamorphose. Botaniker ist Hofreiter selbst, er promovierte über die krautige und üppig blühende Pflanzengattung Bomarea, die in Südamerika beheimatet ist. In seinem Ne­benjob als Maler zeigt er gern Tulpen und Schwertlilien. Bei der für August geplanten Düsseldorfer Schau bekommen auch andere künstlerische Quereinsteiger eine Bühne: die Schauspielerin Meret Becker und der Rapper Samy Deluxe etwa, der frühere Tennisprofi Michael Stich und die in den USA verurteilte Kunstbetrügerin Anna Sorokin. Der Titel der Schau lautet »Beyond Fame. Die Kunst der Stars«. Hofreiter hat schon mal in einer Galerie ausgestellt, eine öffentliche Kunstinstitution ist nun eine andere Dimension. Der Bayer, der durchaus als politischer Haudegen gilt, zeigt sich in Sachen Kunst tiefen­entspannt: »In meiner Malerei geht es einfach um Blumen, und es geht um Zeit und das genaue Betrachten der Welt.«

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