Argentinien Kinder-Marsch gegen die Armut
Buenos Aires - Gestern kamen die Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 14 Jahren in Begleitung von Erwachsenen in Buenos Aires an, nachdem sie an der Grenze zu Bolivien gestartet waren. In der argentinischen Hauptstadt übergaben sie beim Präsidentenpalast eine Petition.
Ihre Heimatprovinz Jujuy ist eine der ärmsten Regionen des südamerikanischen Landes. Der Marsch war von der linken Gewerkschaft CTA organisiert worden. Die Veranstalter wollten mit der Aktion auf die zunehmende Armut und die Bedeutung einer ausreichenden Gesundheitsvorsorge, Bildung und Unterkunft gerade für Kinder aufmerksam machen.
Erst am Vortag war ein offizieller Bericht in Zusammenarbeit mit der Weltbank über die Folgen der seit fast drei Jahren andauernden Wirtschaftskrise veröffentlicht worden. Demnach leben sechs Millionen der insgesamt elf Millionen Kinder und Jugendlichen des potenziell sehr wohlhabenden Landes in Armut. In Jujuy und anderen Provinzen des argentinischen Nordwestens leben sogar sieben von zehn Kindern in Armut.