Arktis: Toter niederländischer Forscher geborgen - DER SPIEGEL
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Drama in der Arktis Nur die Hündin hat überlebt

Sie wollten in der Arktis Daten über die schmelzenden Eisdecken sammeln. Erst twitterten sie noch, dann sandten die beiden niederländischen Forscher ein Notsignal. Nun hat ein Suchtrupp eine Leiche gefunden.
Resolute in der Arktis: "Sehr schlechte Eislage"
Resolute in der Arktis: "Sehr schlechte Eislage"

Resolute in der Arktis: "Sehr schlechte Eislage"

Foto: imago
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Die zwei niederländischen Polarforscher Marc Cornelissen, 46, und Philip de Roo, 30, waren auf Skiern unterwegs, hatten Schlitten dabei und eine Hündin, die sie vor Eisbären warnen sollte. Sie wollten in der Arktis Daten über die Klimaerwärmung in der Nordpolregion sammeln - und twitterten Bilder von der Eislandschaft.

Am 29. April dann schickten sie ein Notsignal, sie waren etwa 200 Kilometer nördlich des Ortes Resolute. Vermutlich war einer von beiden in das sehr dünne Eis eingebrochen. Ihr Schicksal war über eine Woche unbekannt, doch nun hat ein kanadischer Suchtrupp eine Leiche an dieser Stelle gefunden.

Bei der Leiche soll es sich um einen der Forscher handeln, wie aus einem Bericht der kanadischen Polizei hervorgeht, den die Forschungsorganisation Cold Facts am Samstag auf ihrer Webseite veröffentlichte.  Die Polizei geht davon aus, dass auch der zweite Forscher tot ist.

Vor einer Woche hatte eine Hubschrauberbesatzung die Husky-Hündin Kimnik retten können. Sie hatte an der Stelle ausgehalten, wo die Männer in Gefahr geraten waren. Vor zwei Tagen gelang es dem Suchtrupp schließlich trotz schlechten Wetters und schwieriger Eislage, die Leiche zu bergen.

Die aus sehr arktiserfahrenen Einheimischen bestehende Suchmannschaft habe den Toten "trotz persönlicher Gefahr" geborgen, berichtete die Polizei. "Die Eislage an der Unfallstelle kann bestenfalls als sehr schlecht beschrieben werden", hieß es in dem Bericht.

Nach dem zweiten Forscher werde nicht mehr gesucht, weil die Chance, den Leichnam zu finden, sehr gering sei, sagte eine Sprecherin von Cold Facts. Zugleich seien die Gefahren bei einer erneuten Suche sehr groß.

kha/dpa

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