Aserbaidschan Drei Tote bei Erdbeben
Moskau - Das Epizentrum lag etwa 100 Kilometer nördlich von Baku im Kaspischen Meer. Auch im benachbarten Georgien, in Armenien und in Iran bebte die Erde, ebenso wie in der russischen Teilrepublik Dagestan. Dort gab es nach Berichten des russischen Fernsehsenders NTW keine Schäden oder Opfer.
In Aserbaidschan waren viele Menschen in panischer Angst aus den Fenstern ihrer Häuser gesprungen und hatten sich schwere Knochenbrüche zugezogen. Aus Angst vor Nachbeben verließen Zehntausende ihre Wohnungen und verbrachten die Nacht auf den Straßen, in ihren Autos oder in den Datschen am Stadtrand. Größere Menschenmengen versammelten sich in den Parks von Baku um Lagerfeuer. Das Seismologische Institut in Baku registrierte am Morgen noch ein Nachbeben der Stärke 4 auf der Richterskala.
Ernsthafte Schäden an Gebäuden habe es in Baku durch das Beben nicht gegeben, berichtete die Agentur Itar-Tass. Erste Fernsehbilder zeigten Risse an Gebäudewänden und von Glassplittern übersäte Bürgersteige. Einzelne Brände wurden schnell gelöscht, aus Sicherheitsgründen wurde die Erdgas-Versorgung gesperrt.