Asien: Regenfälle weichen Deiche auf - DER SPIEGEL
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Asien Regenfälle weichen Deiche auf

Aufgrund der starken Regenfälle in Zentralchina für die Gebiete am Jangtse-Strom und am Dongting-See erneut eine Warnung herausgegeben worden. Während die Flut des Jangtse die Millionenstadt Wuhan erreicht hat, ohne dass es zu Überschwemmungen kam, kämpfen die Menschen am Dongting-See um die Deiche.
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China/Kambodscha - Der Wasserpegel sei trotz der starken Regenfälle nicht weitergestiegen, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua in China am Montag. Momentan betrage der Wasserstand 34,7 Meter, im Vergleich zum Sonntag 20 Zentimeter weniger. Die Hochwasser-Warnmarke liegt bei 33 Metern. Die Regenfälle behindern indes die Sicherungsarbeiten an den Deichen. Wenn der Druck der Wassermassen weiter anhält, drohen die durchweichten Deiche nachzugeben. Im Umfeld des Sees, der fünf Mal so groß wie der Bodensee ist, leben zehn Millionen Menschen.

Die Flutwelle des Jangtse erreichte unterdessen die sieben Millionen Einwohner zählende Stadt Wuhan, allerdings ohne die befürchteten Überschwemmungen. Seit Beginn der Unwetter im Juni sind nach offiziellen Angaben landesweit 1070 Menschen durch Überschwemmungen oder Erdrutsche ums Leben gekommen.

Auch die Lage in Kambodscha entspannt sich weiter: Der Wasserstand des Mekong sank am Sonntag von 22,48 auf 22,45 Meter. Bisher mussten 2000 Familien in Sicherheit vor den Fluten gebracht werden. In der ostchinesischen Provinz Shandong kämpfen die Menschen indes mit völlig gegensätzlichen Wetterverhältnissen. Zwei Millionen Menschen und Millionen von Tieren leiden an Trinkwassermangel. Seit dem 1. Juni war nur die Hälfte der sonst üblichen Niederschläge gefallen.