Attacke auf Aguilera: "Das ist Prostitution" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Attacke auf Aguilera "Das ist Prostitution"

In scharfen Tönen hat Sängerin Judith Holofernes über freizügige Auftritte ihrer Kolleginnen gelästert. Frauen wie Christina Aguilera gehe es nur darum, möglichst nackt zu sein, um möglichst viele Platten zu verkaufen, sagte die Frontfrau der Band "Wir sind Helden".
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Sängerin sagte dem "Stern"-Magazin "Neon": "Eine lustige Sorte Frau verkauft Sexismus als persönliche Freiheit."

Holofernes sagte: "Es gibt dieses Christina-Aguilera-Video, in dem sie in rosa Unterhose und weißen Lackstiefeln über die Straße stolziert und sich ganz befreit gibt, während sie singt: 'Du denkst, ich bin eine Hure, aber ich mach das nur für mich!'" Diese Freiheit sei aber eine Illusion." In Wahrheit nutze Aguilera ihre Nacktheit bloß als verkaufsfördernde Maßnahme. "Das ist Prostitution", sagte die Sängerin.

Holofernes will ihre eigenen Reize aber auch nicht verstecken: "Ich spiele gerne und flirte gerne - und muss aufpassen, dass mir nicht der Spaß daran verdorben wird", sagte Holofernes. "Ich habe keine Lust, zu einem biederen Amish-Mädchen zu werden, nur um mich von Sex-Girlies zu unterscheiden."