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Die Wassermassen wälzen Matsch und Unrat durch die Straßen von Valencia, sogar Autos werden mitgerissen. Das Aufräumen der wie beim Autoscooter verkeilten Fahrzeuge ist anfangs jedoch Nebensache. Noch Tage nach Beginn der Flutkatastrophe, die nach heftigen Regenfällen vor allem den Osten und Süden Spaniens trifft, wird im Schlamm nach Vermissten gesucht. Mindestens 223 Menschen kommen durch die Überschwemmungen ums Leben, die meisten davon in der Provinz Valencia.
Schnell werden Vorwürfe laut, die Behörden hätten früher und eindringlicher über die drohende Gefahr informieren müssen. Erst als das Desaster bereits in vollem Gange war, hatte der Zivilschutz Warnnachrichten auf die Mobiltelefone der Menschen in der Region verschickt – Strom- und Handynetz waren da längst zusammengebrochen. Der Tod einiger Menschen, die in den Fluten versuchten, ihre Habseligkeiten zu retten, hätte womöglich verhindert werden können. »Unsere Hände sind mit Schlamm befleckt, eure mit Blut«: Mit Parolen wie dieser richten bereits Tage nach der Flut Zehntausende bei einer Großdemo in Valencia ihren Zorn gegen Regionalgouverneur Carlos Mazón und weitere Politiker.