Aufgetaucht: Boa im Klo - DER SPIEGEL
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Aufgetaucht Boa im Klo

Zwei Monate lang wurden die Mieter eines Hauses in Manchester von den Behörden nur belächelt. Aus den Kloschüsseln blicke ihnen immer wieder eine Boa constrictor entgegen, behaupteten die irritierten Bewohner. Erst als sie die Würgeschlange eigenhändig einfingen, glaubte ihnen die Polizei.
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London - Wie die Zeitung "The Times" berichtet, war die drei Meter lange Boa constrictor von ihrem Besitzer in das Abwassersystem des Hauses geschleust worden, als dieser wegen Mietschulden auf die Straße gesetzt wurde.

Es sei durchaus schon vorgekommen, dass kleinere Schlangen in Abwässerkanälen von Häusern hausten, erklärte dazu ein Experte der britischen Gesellschaft für die Verhinderung von Grausamkeiten gegen Tiere. Doch eine drei Meter lange Boa in der Toilette sei "schon ein wenig jenseits des Normalen". Vermutlich habe sie sich von Ratten im Abwassersystem ernährt.

Zwei Monate lange hatten die Hausbewohner immer wieder Feuerwehr und Polizei alarmiert, wenn die Schlange kurz gesehen wurde. Aus Angst deckten viele ihre Toilettendeckel mit Steinen und Sandsäcken ab. Schließlich fand ein Hausbewohner das Ungetüm auf dem Fußboden vor seiner Badewanne. Der mutige 19-Jährige hielt der Boa einen verschließbaren Behälter hin, und sie schlängelte sich bereitwillig hinein.