Aufregung in Madrid: Ein Krokodil im Badesee - DER SPIEGEL
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Aufregung in Madrid Ein Krokodil im Badesee

Ein Krokodil als Haustier zu halten ist, gelinde gesagt, etwas seltsam. Doch wer solch ein gefährliches Reptil dann auch noch in einem gern besuchten Badesee aussetzt, bekommt es mit der Polizei zu tun. In Madrid ermitteln die Behörden nun in einem solchen Fall.
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Madrid - In dem bei Ausflüglern beliebten Gewässer bei Madrid fahnden Dutzende Polizisten, Zoologen und Tierärzte nach einem Krokodil, das Anwohner dort gesichtet haben wollen. Mehrere Boote und sogar ein Hubschrauber sind bei der Suche im Einsatz, berichtete die Presse am Freitag. Das Baden im Valmayor-Stausee nordwestlich der spanischen Hauptstadt wurde bis auf weiteres verboten. Die Polizei ermittelt gegen einen Anwohner, von dem bekannt ist, dass er sich ein Krokodil als Haustier hielt. Möglicherweise habe er das Reptil ausgesetzt, hieß es.

Nach den Worten des Reptilien-Experten José Luis Méndez könnte sich ein Krokodil in dem Gewässer durchaus wohl fühlen: "Es gibt ausreichend Fische und außerdem sumpfige Stellen, die seinem natürlichen Lebensraum ähneln." An Land halten die Beamten vor allem nach Exkrementen und den charakteristischen Spuren Ausschau, die der Ruderschwanz dieser Kriechtiere im Sand hinterlässt. Bislang seien aber nur die Spuren eines Wildschweins entdeckt worden.

Für den Besitz oder das Aussetzen exotischer Tiere drohen in Spanien Strafen bis zu 60.000 Euro.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich 1994 im rheinischen Dormagen: Kaiman Sammy war seinem Besitzer ausgebüchst und in einem normalerweise gut besuchten Baggersee untergetaucht. Eine Woche lang jagten Feuerwehr und Polizei den Kaiman.