August von Finck junior, 91 - DER SPIEGEL
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Gestorben August von Finck junior, 91

• aus DER SPIEGEL 50/2021
Foto: Frank Rollitz / Schneider-Press

Er wäre lieber Landwirt geworden, doch er beugte sich seinem Vater und lernte Bankier. Nach dem Tod des Seniors übernahm August von Finck 1980 die Führung der Münchner Privatbank Merck Finck & Co und wurde zu einem der letzten großen Patriarchen Deutschlands. Zwar verkaufte der Multimilliardär später das Bankhaus und andere Teile des Familienimperiums, doch er blieb Investor und Strippenzieher auf Lebenszeit. Vom Vater hatte er auch die erzkonservative Gesinnung geerbt: »Rechts vom Gustl«, so brachte es einmal ein anderer Bankier auf den Punkt, »steht nur noch Dschingis Khan.« Finck ließ erst der CSU große Summen zukommen, später der FDP. Dass sich die Liberalen für eine Steuersenkung für Hotelübernachtungen eingesetzt hatten, kam dem Baron – damals Miteigentümer der Hotelkette Mövenpick – gelegen. Die »Mövenpick-Spende« ging in die Geschichte ein. Über seine Firmen beförderte Finck mithilfe von Spenden auch den Aufstieg der AfD. Er lebte seit 1999 zurückgezogen in der Schweiz auf Schloss Weinfelden. August von Finck starb am 28. November in London. MIC

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