Auschwitz: Goldring in Becher mit doppeltem Boden entdeckt - DER SPIEGEL
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Goldring und Kette: Schmuckfund in Auschwitz

Foto: BARTOSZ SIEDLIK/ AFP

Schmuckfund in Auschwitz Goldring in Becher mit doppeltem Boden entdeckt

Im Museum des früheren NS-Konzentrationslagers Auschwitz hat es einen erstaunlichen Fund gegeben: In einem Emaillebecher waren ein Goldring und eine Kette versteckt.
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Ein Auschwitz-Gefangener hat Goldschmuck in einem Becher mit doppeltem Boden versteckt. Nun, mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Ende der Nazi-Herrschaft, ist das Schmuckstück im Museum des früheren NS-Konzentrationslagers in Polen gefunden worden.

Wie die Verantwortlichen der Ausstellung mitteilten, waren der Goldring und eine in Leinen gewickelte Kette im Boden eines Emaillebechers versteckt. Dieser gehört zu Tausenden Küchenutensilien, die in Auschwitz ausgestellt sind.

Das angegriffene Material habe sich in den vergangenen Jahren zunehmend verändert und nun sei der falsche Boden aus dem Becher herausgebrochen, sagte Museumssprecher Pawel Sawicki. Derlei Entdeckungen gebe es zwar immer wieder, diese sei wegen der Art des Verstecks aber bislang einzigartig.

"Sie wussten von dem möglichen Raub"

Sawicki sagte, es sei unmöglich herauszufinden, wem der Schmuck einmal gehört habe. Es müsse aber jemand gewesen sein, der zunächst "an die Lügen der Nazis geglaubt hat".

Viele Gefangene hatten damals Wertgegenstände mit nach Auschwitz gebracht, weil ihnen versprochen worden war, sie würden umgesiedelt und könnten ein neues Leben beginnen. Die Gefangenen wurden allerdings beraubt und in dem Lager in den Tod geschickt.

Dass der oder die Gefangene den Schmuck sorgfältig versteckt habe, mache aber auch die Angst spürbar, sagte Sawicki. "Sie wussten von dem möglichen Raub."

Im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau waren zwischen 1940 und 1945 Schätzungen zufolge 1,1 Millionen Menschen ermordet worden. Etwa eine Million der Getöteten waren Juden.

wit/AFP