Ausnahmegenehmigung: Gestrandete Concorde nach Paris geflogen - DER SPIEGEL
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Ausnahmegenehmigung Gestrandete Concorde nach Paris geflogen

Es könnte ihr letzter Flug gewesen sein: Mit einer Ausnahmegenehmigung ist eine Concorde von New York nach Paris geflogen und dort sicher gelandet. Es waren keine Passagiere an Bord.
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Paris - Das Überschallflugzeug war seit dem Absturz der Concorde am 25. Juli in Paris auf dem New Yorker John F. Kennedy-Flughafen durch ein Flugverbot blockiert. Das französische Luftamt DGAC sowie die überflogenen Staaten hatten eine Ausnahmegenehmigung für den Flug ohne Passagiere erteilt. Der Jet soll nun gemeinsam mit den übrigen vier Air-France- Concordes in Paris bleiben und für eine mögliche Wiederinbetriebnahme gewartet werden.

Ausdrücklich widersprach Air France Spekulationen, es könnte sich am Donnerstag um den letzten Flug der Concorde gehandelt haben. "Es ist mein persönlicher Wunsch, dass schnellstmöglich Modifizierungen (für die Flugzeugkonstruktion) definiert werden, damit die Concorde ihre Flüge wieder aufnehmen kann", hatte Air-France-Chef Jean-Cyril Spinetta erklärt. Auch Frankreichs Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot hatte betont: "Wir haben nicht die Absicht, mit der Concorde Schluss zu machen."

Die am Donnerstag gegen 17.31 Uhr (MESZ) aus den USA eingetroffene Concorde mit der Kennung F-BVFC war mit einer guten Stunde Verspätung um 08.08 Uhr New Yorker Zeit gestartet. An Bord war nur die auf fünf Personen aufgestockte Besatzung mit dem Concorde-Chefpiloten Edgar Chillaud. Über Zwischenfälle auf dem Flug wurde nichts bekannt. Auf ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters von Gonesse - wo die brennende Concorde am 25. Juli auf ein Hotel stürzte - hatte die Cockpit-Besatzung im Anflug auf die Nordpiste des Flughafens Charles de Gaulle eine Passage über den Unglücksort vermieden: Sie flog aus einer anderen Richtung an.

Bei dem Absturz am 25. Juli waren 113 Menschen ums Leben gekommen, darunter 97 Deutsche. Vier Menschen wurden in dem Hotel getötet, auf das die Concorde stürzte.

Nach dem Absturz hatte Air France freiwillig den Betrieb seiner fünf Maschinen eingestellt, einschließlich der in New York stehenden Maschine. British Airways ließ seine sieben Maschinen noch bis zum 15. August fliegen. Dann stoppte sie ein Flugverbot, nachdem europäische Experten die Concorde für "nicht sicher" erklärt hatten.