Ausrüstung Gift in Bundeswehr-Zelten?
Hamburg - Das Verteidigungsministerium hat Berichten widersprochen, nach denen in der Ausrüstung von Bundeswehrsoldaten der Krebs erregende Konservierungsstoff PCP enthalten sein soll. Bereits seit 1985 würden keine Zelte, Planen, Rucksäcke oder Handschuhe mehr angeschafft, die mit der Substanz behandelt worden seien. Anfang der neunziger Jahre habe die Bundeswehr "personenbezogene Ausrüstung" mit PCP-Gehalt aus älteren Beständen ausgetauscht.
Das Ministerium verwies auch auf ein kürzlich vorgelegtes Gutachten in dem eine gesundheitliche Gefährdung durch Pentachlorphenol (PCP) bei der Bundeswehr ausgeschlossen werde. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass beispielsweise Schlafsäcke und Zelte das seit 1989 verbotene PCP enthielten. Die Zeitung berief sich dabei auf einen Geheimbericht des Verteidigungsministeriums.