Ausstehende Alimente Bobby Brown muss wieder in den Knast
New York - Bobby Brown, Ehemann von Popstar Whitney Houston, muss wegen der ausstehenden Alimente für 90 Tage ins Gefängnis. Das ordnete eine Familienrichterin im US-Bundesstaat Massachusetts an, berichteten US-Medien. Brown hatte vor Gericht angegeben, er habe keinen Job und sei pleite. Richterin Paula Carey glaubte ihm nicht.
Der 35-Jährige wurde noch im Gerichtssaal verhaftet. Als er weggeführt wurde, brach er in Tränen aus. Sobald er seine Schulden in Höhe von 63.500 Dollar begleiche, werde er wieder auf freien Fuß gesetzt. In den Gerichtsdokumenten heißt es, der Sänger habe seiner Ex-Freundin Kim Ward, mit der er zwei gemeinsame Kinder hat, seit Mai 2003 keinen Unterhalt mehr gezahlt. Die Kinder sind 12 und 14 Jahre alt.
Brown war in dieser Woche drei Tage früher als vorgesehen aus einem Gefängnis im US-Staat Georgia entlassen worden, um an der Anhörung vor dem Bostoner Familiengericht teilnehmen zu können. In Georgia hatte er eine mehrwöchige Haftstrafe abgesessen. Der Sänger hatte die Bewährungsauflagen von einer früheren Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer verletzt. Im Mai steht Brown schon die nächste Gerichtsverhandlung ins Haus: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im vorigen Dezember seine Frau verprügelt zu haben. Whitney Houston hatte die Polizei gerufen und sich im Krankenhaus behandeln lassen.
Brown und Houston sind seit 1992 verheiratet und haben eine zehnjährige Tochter. Houston wolle "ihrem Mann weiter zur Seite stehen", sagte deren Sprecherin Nancy Seltzer nach Angaben der "New York Daily News". In dem Bericht der Zeitung heißt es außerdem, die 40-Jährige habe einen freiwilligen Aufenthalt in einer Entzugsklinik nach fünf Tagen abgebrochen. Die Sängerin wolle ihre Suchtprobleme auf eigene Faust in den Griff bekommen.