Aussteiger Hat "Big Brother" das letzte Wort?
Köln - In einem geheimen zehnseitigen Papier behalte sich Endemol die Annulierung von Nominierungsrunden vor - etwa solche, die der Quote schaden könnten. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Die PR-Agentur der Show bezeichnete das als "total unlogisch". "Das ist bisher nicht passiert und mir sind solche Regeln auch nicht bekannt", sagte eine Sprecherin. "Sonst hätte man zusehen müssen, dass Zlatko auf alle Fälle im Container bleibt."
Das Regelbuch der Show sei aber nicht für die Öffentlichkeit, sondern für die Bewohner gedacht, sagte die Sprecherin. Laut "Bild am Sonntag" steht darin auch, dass es den Bewohnern nicht gestattet ist, "die Kopfkissen ans Fußende zu verlegen". Das könne aus kameratechnischen Gründen sein, sagte die Sprecherin.
Die Show ist nach Informationen der Zeitung auch ins Visier der Landesmedienanstalt Hessen geraten. Sie ermittelt gegen RTL II wegen des Verdachts der Schleichwerbung. Dabei gehe es unter anderem um eine Spielzeugeisenbahn mit Aufdruck des Herstellers, die Bewohner Jürgen immer wieder in die Kamera gehalten habe. "Endemol verdient daran keinen Pfennig", hieß es bei der "Big Brother"-Agentur.
Verona Feldbusch hat den Container unterdessen nach insgesamt 17 Stunden verlassen. Richtig Aufregendes passierte nicht: Sie verzichtete aufs Duschen, nutzte ihr Dixi-Klo und plauderte ansonsten geduldig mit den Insassen John, Jürgen, Andrea, Sabrina und Verena.