Ausstellungen: Die Mimik der Tiere - DER SPIEGEL
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Ausstellungen Die Mimik der Tiere

Das Essener Folkwang-Museum präsentiert in einer Ausstellung historische und zeitgenössische Tierfotografien. Über das Abbild der Wirklichkeit hinaus verraten die Bilder vor allem eines: Das Verhältnis des Menschen zu seinen Mitgeschöpfen hat sich ständig verändert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Essen - Die meisten Fotografien, die in der Ausstellung "nützlich - süß - museal. Das fotografierte Tier" gezeigt werden, lassen die Miene des Tieres für sich sprechen.

Ein schreiender, fixierter Affe in der Hirnforschung, das vermeintlich traurige Gesicht eines Windhundes oder japanische Makaken beim winterlichen Bad in einer heißen Quelle - stets bleibt es dem Betrachter überlassen, sich einen Reim auf das Gezeigte zu machen.

Fotostrecke

Foto-Ausstellung: Das Mienenspiel der Tiere

Foto: Joan Fontcuberta / Pere Formiguera

Was sagen Fotografien von Tieren über unser Naturverständnis aus, fragen die Aussteller? Dynamik ausstrahlende Raubkatzen werben für Autos oder Schokoriegel, der klinische Blick des Präparators seziert einen Pferdeschädel - fast immer wird das Tier instrumentalisiert. Das Interesse des Menschen an seinen Mitgeschöpfen hat sich laufend verändert, seit die Fotografie im Jahr 1839 erfunden wurde. Doch die Ausstellung will nicht werten, der Betrachter muss die Gegensätze selbst auflösen.