Australien: Armee jagt Kängurus - DER SPIEGEL
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Australien Armee jagt Kängurus

Die australische Armee kämpft derzeit gegen hüpfende Feinde in der Überzahl. Rund 80.000 Kängurus leben auf einem Militärgelände in der Nähe von Melbourne. Nun geht es den Beuteltieren - trotz Protesten von Umweltschützern - an den Kragen.
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Sydney - Die australische Armee hat die Jagd eröffnet: Jedes zweite Känguru auf dem Militärgelände von Puckapunyal, das mit 44.000 Hektar etwa halb so groß ist wie Berlin, soll getötet werden. Seit Montag bekämpfen Soldaten die Wappentiere des Landes - zum Entsetzen der Umweltschützer. Sie fordern, den Zaun abzubauen, der das Gelände abgrenzt, und den Tiere so die Freiheit zu schenken. Notfalls sollten die Kängurus mit einer Menschenkette vor den Scharfschützen bewahrt werden, berichten australische Medien am Dienstag.

Den Standpunkt der Tierschützer können die Anwohner nicht verstehen. Die Kängurus machten den Menschen Angst. "Wir haben Tausende mehr, als dieser Ort aushalten kann", erklärt Grundschuldirektor Ray Pittman.

Schätzungsweise 50 Millionen Kängurus bevölkern den von nur 19 Millionen Menschen besiedelten australischen Kontinent - nach Angaben von Umweltschützern sind es so viele wie nie zuvor. Jährlich werden etwa fünf Millionen Kängurus wegen ihres Fleisches getötet.