Australien Buschfeuer bedrohen Sydney und Canberra
Ein Angler lässt sich im Hafen von Sydney nicht von drohenden Rauchwolken beirren
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60 Kilometer südlich von Sydney: Feuerwehrmann im Einsatz
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Ein Hubschrauber kontrolliert das Gelände der "Blue Mountains"
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Sydney - Über Sydney türmten sich Rauchwolken in mehr als drei Kilometer Höhe und verdunkelten die Sonne, die am Weihnachtsfeiertag für Temperaturen bis zu 34 Grad Celsius sorgte. Mindestens 5000 Feuerwehrleute waren im Einsatz und versuchten, die Brände einzudämmen. "Selbst langerfahrene Feuerwehrleute aus Sydney und der Umgebung können sich nicht daran erinnern, dass sich ein Feuer innerhalb eines einzigen Tages so schnell ausgebreitet hat", sagte der Minister für Zivilschutz in der Provinz New South Wales, Bob Debus.
"Die Lage ist sehr ernst", sagte auch Phil Koperberg, Chef der Feuerwehren in dem betroffenen Gebiet dem australischen Rundfunk. Südwestwinde veränderten die Ausbreitungsrichtung des Feuers und ließen es gen Norden in Richtung Sydney weiterwandern. Er rechne damit, dass das Feuer ein Ausmaß von mehreren hundert Kilometern annehme, sagte Koperberg. Nach Debus Einschätzung war die Lage so kritisch wie im Januar 1994, als etwa 120 Buschfeuer außer Kontrolle gerieten und sich bis nach Sydney hinein ausbreiteten. Damals kamen vier Menschen ums Leben. In diesem Jahr lagen den Behörden noch keine Angaben zu Verletzten vor.
Auch rund um die Hauptstadt Canberra loderten am Dienstag noch die Flammen. Die Behörden gingen davon aus, dass die Brände dort absichtlich gelegt worden waren. "Bei diesen Bedingungen, mit den hohen Temperaturen und starken Winden, ist es eine ideale Situation für Leute, die Schaden und Chaos anrichten wollen, und es ist schwer, diese Leute zu fassen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In Canberra waren auch der Nationalzoo und das Aquarium von den Flammen bedroht.
Offiziellen Angaben zufolge haben die Brände bislang etwa 20 Häuser zerstört. Hunderte von Menschen mussten Kleinstädte, Erholungsgebiete und Nationalparks verlassen. Zahlreiche Straßen und Bahnstrecken sind gesperrt. Die Feuerwehr bemühe sich derzeit weniger darum, die Brände zu löschen als Häuser zu retten, sagte Koperberg. "Die Männer haben Hunderte von Gebäuden in einem Kampf von Haus zu Haus gerettet", sagte er.