Australien Buschfeuer sind noch längst nicht gelöscht
Sydney - Die Wetterlage im Bundesstaat New South Wales könne bereits am Dienstagnachmittag wieder ungünstiger werden, sagte Feuerwehrsprecher Cameron Wade. Er mahnte zu äußerst vorsichtigem Umgang mit offenem Feuer.
Die Flammen bildeten eine 45 Kilometer lange Feuerfront im Gebiet zwischen dem Morton Nationalpark und dem McDonald Staatsforst. Bedrohlich war auch die Situation am Fluss Shoalhaven etwa hundert Kilometer südlich von Sydney. Im Bundesstaat New South Wales loderten insgesamt noch mehr als 80 Brände.
Nach Abklingen der Brandgefahr kehrten am Dienstagmorgen fast alle der 2500 Menschen, die ihre Wohnungen südlich des beliebten Urlaubsortes Sussex Inlet am Montag verlassen mussten, wieder nach Hause zurück. Die Stadt liegt 200 Kilometer südlich von Sydney.
"Es gibt mehrere Feuer, die uns, gelinde gesagt, Ärger machen", sagte Feuerwehrchef Phil Koperberg. Helfer konzentrierten sich am späten Montag darauf, mit Wasser Häuser zu schützen. Nun will die Feuerwehr verstärkt mit Infrarotgeräten versteckte Flammen unter der Oberfläche und der Rußschicht ausfindig machen, um ein erneutes Auflodern der Brände in bereits gelöschten Gebieten zu verhindern.
In Sydney selbst entspannte sich die Lage weiter. Mehr als zwei Wochen nach Beginn der Katastrophe gelte die Sorge hier vor allem den Menschen an den Stadträndern, sagte Andreas Dormer, Verwaltungsleiter der Deutschen Schule in Sydney. "Viele Betroffene fahren mit dem Auto hinaus und gucken, wie kritisch die Lage für sie ist", sagte Dormer.