Australien Mäuse beschädigen Gefängnis – Hunderte Häftlinge werden verlegt
In den vergangenen Jahren machte den Farmern in New South Wales extreme Trockenheit zu schaffen – nun gibt es eine Mäuseplage
Foto: SAEED KHAN / AFPStacheldraht und höchste Sicherheitsvorkehrungen schreckten sie nicht: In Australien haben Mäuse ein Gefängnis lahmgelegt. Wie die Gefängnisverwaltung im Bundesstaat New South Wales mitteilte, hatten sich Horden der Nagetiere etwa durch Deckenverkleidungen und Kabel des Hochsicherheitsgefängnisses in Wellington gebissen.
Nun sollen bis Ende des Monats bis zu 420 Häftlinge und 200 Mitarbeiter der Haftanstalt in andere Einrichtungen verlegt werden. Nur einige Mitarbeiter des Gefängnisses sollen laut einem Bericht des »Guardian« vor Ort bleiben, um bei den Reparaturarbeiten zu helfen. Laut dem für das Gefängnis zuständigen Behördenleiter sind wegen der Mäuse derzeit auch keine Besuche von Gefangenen möglich.
Australien leidet derzeit unter einer extremen Mäuseplage. Es ist die jüngste in einer Reihe von Plagen, die der Landwirtschaft des Landes in jüngster Zeit schweren Schaden zugefügt haben. Die Website »MouseAlert« sammelt seit Monaten Vorfälle, bei denen Mäuse Schäden etwa auf Farmen angerichtet haben. Für den Osten Australiens finden sich Hunderte Einträge.
Auf jahrelange Hitze folgten Ende 2019 und Anfang 2020 verheerende Buschfeuer. Anschließend führten heftige Regenfälle zu Überschwemmungen.