Australien: Pilot parkt Propellermaschine vor Kneipe - DER SPIEGEL
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Skurriler Zwischenstopp Pilot parkt Propellermaschine vor Kneipe

Ein australischer Pilot hat sich Ärger mit der Polizei eingehandelt, als er sein Flugzeug direkt vor einem Pub parkte. Der Clou: Die Propellermaschine hatte noch nicht einmal Tragflächen.
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Newton - Australien ist groß, die Entfernungen für Pendler sind oft riesig. Damit es schneller geht, entscheidet sich der eine oder andere gern für ein Flugzeug als Transportmittel.

In der westaustralischen Region Pilbara hat jetzt ein Pilot für Aufsehen gesorgt. Am Freitag gegen 14 Uhr wurde die Polizei zu einer Kneipe, dem "Purple Pub" in Newton, gerufen. Der Grund: Auf dem Parkplatz vor dem angrenzenden Motel stand eine Propellermaschine. Besonders verwirrend: Sie hatte keine Tragflächen.

Es stellte sich heraus: Von großem Durst getrieben hatte der Pilot offenbar einen Zwischenstopp eingelegt. Augenzeuge Beau Woolcock amüsierte sich dem Radiosender ABC zufolge prächtig, als er die Szenerie zusammen mit seiner fünfjährigen Tochter beobachtete. "Es war sehr speziell, zu sehen, wie einer der örtlichen Polizisten den Kopf in das Flugzeug steckte, als ob er jemanden nach dem Führerschein fragen wolle", berichtete er. "Obwohl zu diesem Zeitpunkt keiner drin war, fragte ich mich, was zum Teufel ist da denn los?"

Der Flugzeugbesitzer habe seine Maschine zunächst über die Hauptstraße gelenkt und sei dann abgebogen, um einen Drink zu nehmen, hieß es.

Während der Vorfall unter den Bewohnern des Ortes für Belustigung sorgte, waren die Ordnungskräfte wenig begeistert und zitierten den Piloten zur Befragung. "Das war ziemlich blöd", sagte Polizist Mark McKenzie. "Kinder kamen aus der Schule. Es hätte sehr schlimm ausgehen können." Nur ein Windstoß hätte gereicht, um einen Unfall zu verursachen. Schließlich sei die Maschine ohne Flügel sehr instabil. Warum das Flugzeug keine Flügel mehr hat, ist unklar.

Die Beamten untersuchen nun, ob der Pilot sich gesetzeswidrig verhielt. Welches Vergehen geahndet werden könne, sei noch unklar, hieß es. Schließlich handele es sich "um einen eher ungewöhnlichen" Vorgang. Fest stand: Das Flugzeug hatte nicht abgehoben und auch keinen Verkehrsunfall verursacht.

ala/AFP